Bioenergie: Pelletverband weist UBA-Vorschlag auf Heizen mit Holz zu verzichten als kontraproduktiv zurück
Berlin - Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) Dirk Messner hat im Zusammenhang mit der Vorstellung einer vorläufigen Auswertung von Ländermessdaten zur Luftqualität zur weiteren Verbesserung der Feinstaubbelastung vorgeschlagen, künftig auf das Heizen mit Holz zu verzichten.
In diesem Zusammenhang stellte der UBA-Chef auch die Förderung von Pellet-Heizungen infrage. Das sieht der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) anders und ordnet die UBA-Forderung, aus Gründen der Luftreinhaltung auf das Heizen mit Holz zu verzichten, nicht nur mit Blick auf die Klimaschutzbemühungen des Bundes als kontraproduktiv ein. Sie sei auch aus emissionstechnischer Sicht undifferenziert und werde dem Entwicklungsfortschritt moderner Pelletfeuerungen nicht gerecht, betont die DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt-Menig. Pelletheizungen und Pelletkaminöfen würden heute gerade einmal 0,3 Prozent an der bundesweiten Feinstaubbelastung (PM10; UBA 2020) ausmachen.
Das UBA selbst weise auf die rückläufigen Mengen bei Feinstaub aus Holzfeuerungen in den letzten zehn Jahren hin. Diese Entwicklung werde sich aufgrund von Stilllegungsfristen für Kaminöfen weiter fortsetzen. Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) regele diese Außerbetriebnahmen von alten Anlagen bereits, so dass keine zusätzlichen ordnungspolitischen Vorgaben benötigt werden.
Moderne, automatisch betriebene und vom Staat geförderte Holzfeuerungen sind heute so sauber wie noch nie. So werden die gesetzlich vorgegebenen Staubgrenzwerte von 0,02 g/m Abluft vom Schornsteinfeger regelmäßig kontrolliert. Darüber hinaus sind in den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Förderung von Holzfeuerungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) weitergehende Beschränkungen (0,015 g/m Abluft) vorgeschrieben. Der BEG-Innovationsbonus fordert gar eine Emission von unter 0,0025 g/m.
Bei der Energiewende spiele die Holzenergie eine entscheidende Rolle. Rund zwei Drittel der eingesparten CO2-Emissionen bei der Wärmeerzeugung würden durch moderne, automatisch betriebene, mit Holz und Pellets befeuerte Zentralheizungssysteme erbracht. Ohne moderne Holzenergie sei die von der Bundesregierung bis r 2030 geplante Reduzierung der Treibhausgase aus Gebäuden keinesfalls möglich, so Schmidt-Menig weiter.
© IWR, 2026
Job: Forschungszentrum Jülich sucht Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in / Referent:in (m/w/d) im Bereich Energie Goldbeck erweitert Engagement bei Batteriespeichern: Goldbeck baut 3-Stunden-Speicher mit 300 MWh Speicherkapazität
Neues Förderprogramm E-Mobilität: Schub für Elektroautos - Niederlande planen Prämie bei Abgabe eines Verbrenners
IEA-Report 2025: Solarenergie liefert 2025 größten Beitrag zum globalen Energiewachstum - Batteriespeicher mit Rekordausbau
CATL stellt Batterie-Innovationen für E-Autos vor: CATL bringt neue Batterieserien mit bis zu 1.500 km Reichweite und 6 Minuten Ladezeit auf den Markt
The smarter E Europe: Sonderschau Renewables 24/7 rückt Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit erneuerbaren Energien in den Fokus
Das könnte Sie auch noch interessieren
Jobticker - Neuzugänge Energiejobs
Stromtarife-Haushalte vergleichen - strompreisrechner.de
Aktuelle Jobs im Bereich Energiewirtschaft
16.02.2022



