Versuchsanlage: Evonik und Siemens Energy stellen chemische Grundstoffe aus Kohlendioxid und Wasser her
Berlin - Das auf Spezialchemie fokussierte Unternehmen Evonik und die Siemens Energy haben eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Rheticus-Versuchsanlage in Betrieb genommen.
So wie Pflanzen Sonnenenergie nutzen, um über mehrere Schritte aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser zum Beispiel Zucker herzustellen, nutzt die Rheticus-Anlage erneuerbare Energien, um über die Elektrolyse mit Hilfe von Bakterien wertvolle Chemikalien aus CO2 und Wasser zu erzeugen. Diese Art künstlicher Photosynthese kann so als Energiespeicher dienen und dazu beitragen, den Kohlenstoffkreislauf zu schließen und die Kohlendioxidbelastung der Atmosphäre zu reduzieren, teilte das BMBF mit.
Die Versuchsanlage steht in Marl im nördlichen Ruhrgebiet und soll mit ihrer Technologie der künstlichen Photosynthese zum Gelingen der Energiewende beitragen. Sie ist wesentlicher Teil der Forschungsprojekte Rheticus I und II, die vom BMBF mit insgesamt 6,3 Millionen Euro gefördert werden.
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte anlässlich der Inbetriebnahme in Marl: "Ich freue mich, dass wir heute in Marl den Startschuss für eine neue Versuchsanlage auf allerhöchstem Niveau gegeben haben. Mit Rheticus zeigen wir, wie wir Produktionsprozesse in der Chemie klimafreundlich aufstellen und gleichzeitig neue innovative Produkte herstellen können. Und dies funktioniert nicht nur bei uns in Deutschland, sondern potenziell auf der ganzen Welt. Dies eröffnet uns vielversprechende Möglichkeiten für Technologieexporte.
Das Forschungsprojekt Rheticus ist eine Ausgründung aus den Kopernikus-Projekten des BMBF, einer der größten Forschungsinitiativen der Bundesregierung zur Energiewende. Rheticus belegt, wie es gelingen kann, die Power-to-X-Idee in die Anwendung zu bringen.
Nach erfolgreichem Abschluss der aktuellen Rheticus-Projektphase (Rheticus II) werden Evonik und Siemens Energy eine einzigartige Plattformtechnologie zur Verfügung haben, die energie- und werthaltige Stoffe wie Spezialchemikalien oder künstliche Treibstoffe aus CO2 herstellen kann - modular und flexibel.
© IWR, 2026
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