Effizienz-Fortschritte bei der Erdwärmenutzung: Green Therma und GFZ Potsdam testen neue Wärme-Vakuumisolierung für Tiefengeothermie
Berlin/Potsdam – Green Therma und das Helmholtz-Zentrum für Geowissenschaften (GFZ Potsdam) haben in der Schorfheide bei Groß Schönebeck ein innovatives Geothermieprojekt gestartet. Ziel ist die Demonstration der weltweit ersten Anwendung des DualVac Vakuumrohrsystems für die effiziente Nutzung tiefer geothermischer Wärme.
Bei herkömmlicher Tiefengeothermie geht ein Großteil der Wärme auf dem Weg nach oben verloren. Das DualVac System ändert das: Durch kontinuierliche Vakuumisolierung bleibt die Wärme aus über 3 km Tiefe nahezu vollständig erhalten, was die Effizienz der Anlage deutlich steigert. Während eines einjährigen Testbetriebs werden Leistung und Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen genau überwacht.
„Dieses Projekt stellt einen Meilenstein in der Technologie zur Gewinnung geothermischer Energie dar“, betont Jørgen Peter Rasmussen, CEO von Green Therma. Prof. Dr. Ingo Sass vom GFZ Potsdam ergänzt: „Die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung ist unerlässlich für die Entwicklung geothermischer Lösungen der nächsten Generation. Sie liefert uns zudem neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Forschungsstandortes. Partnerschaften wie diese sind entscheidend für den Fortschritt der Geothermie.“
Das Projekt ist Teil der europäischen TRANSGEO-Initiative, die erforscht, wie bestehende Bohrungen für die Gewinnung und Speicherung geothermischer Wärme genutzt werden können. Erfolgreiche Ergebnisse könnten die Nutzung tiefer Geothermie in Städten, Industriegebieten und kälteren Regionen deutlich beschleunigen.
Projektübersicht:
- Name: Heat4Ever-Testprojekt
- Technologie: DualVac Vakuumrohrverlegung (koaxiales Geothermiesystem)
- Tiefe: ca. 3,2 km
- Standort: Groß Schönebeck, Deutschland
- Inbetriebnahme: voraussichtlich erste Hälfte 2026
- Partner: GFZ Potsdam, Green Therma Aps
Mit dem Projekt setzen Green Therma und das GFZ Potsdam einen wichtigen Schritt hin zu einer skalierbaren, klimaneutralen Wärmeversorgung.
© IWR, 2026
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