Trianel-Ausblick mit Unsicherheiten: Sinkende Strompreise belasten Trianel-Ergebnis 2025 – eigene Jahresprognose dennoch übertroffen
Aachen – Die Trianel GmbH hat 2025 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 46,5 Mio. Euro erzielt. Damit übertraf die Stadtwerke-Kooperation die eigene Ergebnisprognose von 31,5 Mio. Euro um 14,9 Mio. Euro beziehungsweise 48 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Ergebnis jedoch deutlich zurück: 2024 hatte Trianel ein EBT von 92,5 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang um rund 50 Prozent. Als wesentlichen Einflussfaktor nennt das Unternehmen das niedrigere Strompreisniveau im Jahr 2025.
Der Jahresüberschuss lag 2025 bei 35,1 Mio. Euro (Vorjahr: 58,8 Mio. Euro) und sank damit um rund 40 Prozent. Die Umsatzerlöse gingen auf 6,48 Mrd. Euro zurück (Vorjahr: 8,45 Mrd. Euro), ein Rückgang von rund 23 Prozent. Nach Angaben von Trianel konnten erfolgreiche Handelsstrategien, Optimierungsgeschäfte sowie erste Beteiligungserträge aus Flexibilitätsprojekten die Auswirkungen des veränderten Marktumfelds teilweise ausgleichen.
Trianel setzt künftig weiter auf den Ausbau des Energiehandels und von Flexibilitätslösungen. Das Unternehmen hat 2025 die regionale Ausrichtung seines Energiehandels erweitert und unter anderem den tschechischen Markt integriert. Zudem wurde im April 2026 ein Handelsbüro in London eröffnet, um die Aktivitäten auf dem britischen Markt auszubauen.
Parallel treibt Trianel den Ausbau erneuerbarer Energien und flexibler Kapazitäten voran. 2025 realisierte das Unternehmen weitere Solarprojekte mit einer Leistung von 167 MWp und begann mit dem Bau der Windparks Sundern (67 MW), Tasdorf (45,6 MW) und Treis II (12,5 MW). Im Bereich Batteriespeicher verfolgt Trianel mit dem Projekt Waltrop eine Anlage mit einer geplanten Leistung von 900 MW.
Für 2026 erwartet Trianel zwar eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Die weitere Entwicklung sei jedoch auch von regulatorischen Entscheidungen zum EEG, zum Strommarktdesign und zu den Netzentgelten abhängig.
© IWR, 2026
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