Klimaschutz light: Daimler Truck und BP bauen britische Wasserstoff-Infrastruktur auf
Stuttgart – Daimler und BP wollen die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs in Großbritannien beschleunigen. Dazu haben die Unternehmen Daimler Truck AG und BP Advanced Mobility Limited eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
Beide Unternehmen planen sowohl die Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur als auch die Einführung von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-LKW in Großbritannien voranzutreiben. Das unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) sieht unter anderem vor, dass BP prüfen will, bis zum Jahr 2030 bis zu 25 Tankstellen für Wasserstoff in Großbritannien aufzubauen und zu betreiben. Ab 2025 beabsichtigt die Daimler Truck AG wasserstoff-basierte Brennstoffzellen-LKW an seine Kunden in Großbritannien auszuliefern.
Bisher hat das britische Mineralölunternehmen BP bisher vor allem auf die E-Mobilität gesetzt. Das Unternehmen verfügt derzeit weltweit über 11.000 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und baut sein Lade-Netz bis 2030 auf 70.000 aus. Mit dem unterzeichneten MoU bekennt sich BP zwar zum ersten Mal zum Einsatz von Wasserstoff in der Transportbranche, teilte Daimler mit. Das Unternehmen beabsichtigt auch, Wasserstofftankstellen in Europa zu etablieren und verfolgt zudem Pläne für den Aufbau von Wasserstofftankstellen in Deutschland.
In Tesside, Großbritannien, will BP allerdings zunächst nur „blauen“ Wasserstoff produzieren, der aus konventionellem – fossilem - Erdgas mit CO2-Abscheidung hergestellt wird. Gleichzeitig untersucht BP in der Region zwar auch das Potenzial für grünen Wasserstoff, doch das scheint derzeit offenbar noch nicht die vorrangige BP-Lösung zu sein.
© IWR, 2026
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