Bioenergie-Branche.de

Branchenportal für die Bioenergie

PlanET 4 1280 256

Auftaktveranstaltung: BMWK startet Stakeholderdialog zur Carbon Management-Strategie

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / Fotolia

Berlin - Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat den Stakeholderdialog zur Carbon Management-Strategie gestartet.

Der Dialog knüpft an die erste Stakeholderbeteiligung zum Thema Carbon Caputure and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilization (CCU) im Oktober 2022 an. Das Treffen ist der Start zu einem intensiven Austausch. Bereits im kommenden Monat werden sich die Stakeholder erneut treffen und in thematischen Workshops spezifische Fragen rund um CCS und CCU diskutieren.

An der Auftaktveranstaltung am letzten Freitag (24.03.2023) hat ein breiter Akteurskreis teilgenommen. Im Vorfeld hatten Vertreter von über fünfzig Institutionen ihre Teilnahme zugesagt. Darunter sind Branchenverbände, aber auch Umweltverbände und andere Stakeholder. Durch die Teilnahme großer Vereinigungen wie NABU, Greenpeace, BUND, Germanwatch, Fridays for Future werde ein breiter Interessenkreis abgebildet, so das BMWK. Das Ministerium betont, dass jede interessierte Organisation an dem Stakeholderprozess teilnehmen kann und ihre Stellungnahme abgegeben kann.

Im Rahmen der Evaluierung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpG) von 2022 wurden verschiedene Klimaneutralitätsstudien mit Blick auf die Notwendigkeit des Einsatzes von CCS und CCU ausgewertet. Demnach kann Deutschland das Ziel der Treibhausgasneutralität nur mit dem Einsatz von CCS und CCU erreichen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, eine Carbon Management-Strategie zu entwickeln. In der Strategie sollen insbesondere denkbare Einsatzfelder für diese Technologien näher bestimmt sowie die ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für einen möglichen Hochlauf von CCU/CCS in DEU erarbeitet werden.

Das BMWK betont, dass die Emissionsminderung und -vermeidung sowie die Effizienzsteigerung für das Erreichen der Treibhausgasneutralität oberste Priorität haben. Zentral bleibe die Dekarbonisierung des Wirtschaftssystems und die schrittweise Reduzierung der Nutzung fossiler Energieträger. Trotz erheblicher Anstrengungen wird es aber einen Teil schwer bzw. nicht vermeidbarer CO2 Emissionen insbesondere in der Industrie und in der Abfallwirtschaft geben, für die sich der Einsatz von CCS und CCU eignet, so das BMWK weiter.

© IWR, 2024

28.03.2023