Treffen in Stockholm: EU-Energieminister beraten über Strommarkt der Zukunft und Versorgungssicherheit im kommenden Winter
Berlin - In Stockholm haben die EU-Energieminister heute (27.02.02023) über die Reform des europäischen Strommarkts und das Thema Versorgungssicherheit im kommenden Winter beraten.
Im Mittelpunkt des Treffens stehen weitere Schritte zur Reform des gemeinsamen Energiemarktes. Dabei soll in Etappen vorgegangen werden. D.h., dass zuerst kurzfristig eine kleine und machbare Reform erfolgt. Dabei sollen Regelungen getroffen werden, die Verbraucher vor unerwarteten Preiserhöhungen schützen und ausreichend Marktanreize für erneuerbare Energien sicherstellen. Die EU-Kommission hatte Mitte Februar hierzu ihre öffentliche Konsultation abgeschlossen und will Mitte März dazu einen Legislativvorschlag vorlegen. Die schwedische Ratspräsidentschaft strebt eine Einigung hierzu noch im ersten Halbjahr 2023 an.
Darüber hinaus soll langfristig eine weitere größere Reform mit entsprechender Vorbereitung und Analysen -des europäischen Strommarktdesigns angegangen werden, um eine vollständig klimaneutrale Stromversorgung zu realisieren.
„Die einfachen Reformschritte für mehr Preisstabilität und Marktintegration in Europa müssen unverzüglich kommen. Die tieferen strukturellen Strommarktreformen können viel Nutzen stiften, aber auch große Schäden anrichten, wenn sie falsch gemacht werden. Daher müssen wir uns für eine große und umfassende Reform mehr Zeit nehmen und genaue Analysen erarbeiten. Die Reformen müssen den europäischen Strommarkt fit machen für die Zukunft. Und die Zukunft ist ein klimaneutrales Stromsystem, das auf erneuerbaren Energien basiert“, so BMWK-Staatssekretär Sven Giegold.
Auf der Tagesordnung des Treffens steht zudem die Versorgungssicherheit im kommenden Winter und damit verbundene Vorsorgemaßnahmen. „Wir müssen weiterhin auf unseren Energieverbrauch achten und unsere Sparbemühungen fortsetzen und weiter erhöhen. So garantieren wir, dass unsere Speicher auch im nächsten Winter wieder ausreichend gefüllt sind und die Preise nicht wieder durch die Decke gehen. Auf europäischer Ebene setzt sich die Bundesregierung daher für ehrgeizige Gaseinsparziele ein“, so Giegold weiter.
© IWR, 2026
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