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Nuward verwirft SMR-Design: EDF stoppt Entwicklung eigener kleiner Atomkraftwerke wegen zu hoher Kosten und technischer Schwierigkeiten

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Paris - Kleine modulare Atomkraftwerke (SMR) sollen eigentlich kostengünstiger und schneller zu errichten sein als große Atomkraftwerke, doch jetzt überrascht die französische EDF-Tochter Nuward mit einer Kehrtwende bei dem eigenen SMR-Design. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das französische Investigativmagazin L'Informé.

Danach habe Nuward nach vier Jahren ein eigenes SMR-Design wegen technischer Schwierigkeiten verworfen. Laut L'Informé hatte das SMR-Kraftwerk von Nuward mit 340 MW Leistung bereits die Phase des Vorentwurfs (APS) durchlaufen und war in die Phase des Detailentwurfs (APD) eingetreten. Stattdessen wolle EDF aber nun Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingehen und "handelsübliche Technologien" verwenden, auch um Zeit- und Budgetüberschreitungen zu vermeiden.

Gegenüber Reuters hat eine Quelle bei Nuward mitgeteilt, dass die Entscheidung, noch einmal von vorne anzufangen, nach Gesprächen mit potenziellen Kunden gefallen sei. Diese Kunden bräuchten die Sicherheit, dass "die Stromgestehungskosten für die SMRs im Bereich von 70 bis 100 Euro pro Megawattstunde liegen", so Reuters.

Der Bau von kleinen modularen Atomkraftwerken (SMR) ist zuletzt auch in den USA wegen zu hoher Kosten gescheitert. Die Utah Associated Municipal Power Systems (UAMPS) und der US-Entwickler von kleinen Atomkraftwerken, die NuScale Power Corporation (NuScale), hatten sich einvernehmlich darauf geeinigt, das geplante Carbon Free Power Project (CFPP) zu beenden. Vorgesehen waren sechs kleine AKW-Module mit je 77 MW Leistung in Idaho.

Die Entscheidung gegen das SMR-Projekt in den USA fiel auch, nachdem die Kosten für das Idaho-Projekt regelrecht explodierten, und zwar von zunächst 58 USD/MWh (5,8 ct/kWh) auf 89 USD/MWh (8,9 ct/kWh) Atomstrom. Die Angabe für diese SMR-Stromkosten bezog sich allerdings nur auf das Jahr 2022 und nicht auf das bis dato unbekannte Inbetriebnahmedatum.

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04.07.2024