Netzknotenpunkt Meerbusch-Osterath: Grundsteinlegung für ersten Multiterminal-Konverter in Deutschland
Dortmund - Im nordrhein-westfälischen Meerbusch-Osterath ist die Grundsteinlegung für den derzeit wichtigsten Konverter-Knotenpunkt in Deutschland gelegt worden. Die Anlage ist das Bindeglied der zwei wichtigen Gleichstromvorhaben A-Nord und Ultranet zwischen Emden an der Nordsee und Philippsburg in Baden-Württemberg.
Mit der Gleichstromleitung A-Nord (Emden nach Meerbusch-Osterath) kann Windstrom aus dem Norden in den Süden oder in das Ruhrgebiet transportiert und Solarstrom aus Baden-Württemberg über die Ultranet-Verbindung in den Norden oder ebenfalls in die Ruhrgebietszentren transportiert werden.
In Meerbusch entsteht der erste sogenannte Multiterminal-Konverter in Deutschland. In der Anlage kann Wechselstrom in Gleichstrom und umgekehrt gewandelt werden. Darüber hinaus übernimmt der Konverter in Zukunft neue Funktionen, die bisher konventionelle Kraftwerke übernommen haben: die Regulierung und Stabilisierung der Netzspannung.
Der Multiterminal-Konverter reagiert flexibel auf Schwankungen bei Stromnachfrage und -angebot und kann auch die sogenannte netzunterstützende Blindleistung für das Wechselstromnetz bereitstellen. Die Anlage kann als Gleich- und als Wechselrichter betrieben werden und damit die Lastflussrichtung wechseln, d.h. Strom kann von Norden nach Süden und auch in umgekehrter Richtung transportiert werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Stromübertragung in Zeiten der Energiewende zu gewährleisten.
Die Konverterstation in Meerbusch soll 2026 in Betrieb gehen.
© IWR, 2026
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