Kohleausstieg: Bundesregierung rechnet nicht mit steigenden Stromimporten aus Frankreich
Berlin - Die Bundesregierung geht davon aus, dass Deutschland ein Nettoexporteuer von Strom bleibt, auch wenn es zu einem schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung kommt. Dies geht aus der Antwort (19/10556) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10138) hervor. Die Bundesregierung rechnet nicht mit steigenden Importen von Strom aus Frankreich.
Die FDP-Abgeordneten hatten sich zur Versorgungssicherheit im Saarland nach dem Kohleausstieg erkündigt. Die Fraktion erfragte die zwischen Frankreich und dem Saarland ausgetauschten Strommengen und Details zum geplanten Ausbau der Netzinfrastruktur. Die Bundesregierung führt dazu aus, dass Angaben zum Netzentwicklungsplan Strom 2030 und die Auswirkungen auf das Saarland erst nach der Prüfung durch die Bundesnetzagentur im Sommer 2019 erteilt werden können. Zur Frage, wie viel Strom zwischen Frankreich und dem Saarland ausgetauscht werde, liegen laut Bundesregierung keine Daten vor.
Deutschland weist 2018 nach den Daten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) einen Netto-Überschuss in Höhe von rd. 50 Milliarden Kilowattstunden Strom aus.
© IWR, 2026
AKW-Wartungsstillstand in Belgien auch 2027 und 2028: Belgien schaltet alle Atomkraftwerke für sieben Monate ab
Energiekrise im Blick: Nahostkonflikt rückt erneuerbare Energien stärker in den Fokus der Bevölkerung - wachsende Investitionsbereitschaft
Brookfield und La Caisse bieten: Boralex-Aktie steigt nach Übernahmeankündigung um 12 Prozent
EU setzt auf Kern- und Fusionsforschung: Euratom-Arbeitsprogramm 2026-2027 startet mit Fokus auf SMR-Strategie
N-Ergie plant weitere Speicher-Ausschreibungen: Maxsolar realisiert Bayerns ersten netzdienlichen Großspeicher für N-Eergie
Das könnte Sie auch noch interessieren
Jobticker - Neuzugänge Energiejobs
Aktuelle Jobs im Bereich Betriebswirtschaft
Stromstatisik- Erzeugung, Import, Export Deutschland
24.06.2019



