Jobverlust: Energieagentur NRW in Turbulenzen – Beschäftigte verunsichert
Düsseldorf – Geht es nach dem NRW Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP), dann wird es die bisherige Energieagentur.NRW GmbH vermutlich so schon bald nicht mehr geben. Wie die Westdeutsche Zeitung (WZ) berichtet, sollen die bisherigen Aufgaben der Energieagentur NRW laut Minister Pinkwart von einer neuen, landeseigenen Gesellschaft übernommen werden. Geplant ist, dass die neue staatliche NRW-Landesgesellschaft zum 01.01.2022 startet.
Weil der privatwirtschaftliche Vertrag der Energieagentur.NRW GmbH mit dem Land Nordrhein-Westfalen Ende 2021 ausläuft und offenbar so nicht fortgesetzt werden soll, droht die Abwicklung der Gesellschaft und allen 160 Beschäftigten der Verlust ihres Arbeitsplatzes. Aufgrund der Vertragskonstruktion kann das Pinkwart-Ministerium offenbar formal korrekt, einfach - und ohne Rücksicht auf die derzeit Beschäftigten der Energieagentur NRW nehmen zu müssen - an anderer Stelle eine neue, staatliche Energie-und Klimaagentur mit neuem Personal aufbauen.
Das Pinkwart-Vorhaben beschäftigt nun auch den NRW-Landtag. In einer Kleinen Anfrage (4549) vom 12.10.2020 will die Abgeordnete Wibke Brems (Grüne) von der Landesregierung wissen, wie der drohende Verlust an Knowhow bei der Energieagentur verhindert werden soll. Zugleich wird NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart kritisiert, dass bisher ungeklärt ist, „wie genau der Übergang von bestehenden Strukturen in die neue Gesellschaft gestaltet werden soll.“
Zudem sei auch nicht klar, warum die neue Landesgesellschaft auf der heutigen In4Climate GmbH mit aktuell 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufsetzen soll und nicht auf der bestehenden EnergieAgentur.NRW GmbH mit ca. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Des Weiteren wollen die Grünen in der Kleine Anfrage wissen, bis wann die NRW-Landesregierung Klarheit über die zukünftige Struktur der geplanten Energie-und Klimaschutzagentur schafft und wie die bisherigen Netzwerkstrukturen erhalten bleiben können.
© IWR, 2026
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14.10.2020



