Grünes Licht für Neuaufstellung: LEAG stellt Zukunftsgeschäft in eigenständigen Gesellschaften auf
Cottbus - Das Kraftwerksunternehmen LEAG setzt seinen Transformationskurs fort. Die Aufsichtsräte und Hauptversammlungen der Lausitz Energie Bergbau AG (LE-B) und Lausitz Energie Kraftwerke AG (LE-K) haben die strategische Neuausrichtung der LEAG jetzt bestätigt und die gesellschaftsrechtliche Umsetzung der neuen Struktur des Unternehmens beschlossen.
Unter einer übergreifenden Holding, die unter dem Namen LEAG GmbH mit Sitz in Cottbus firmieren wird, soll die LEAG-Gruppe gezielt zu einem führenden Anbieter nachhaltiger Energielösungen entwickelt werden.
„Dabei fokussieren wir uns mit den neuen Gesellschaften auf das, was zur Energieversorgungssicherheit in Deutschland jetzt und künftig dringend gebraucht wird: Großspeicher, neue H2-fähige Kraftwerke, grüne Stromerzeugung im Gigawattmaßstab und biogene Brennstoffe. Gleichzeitig flankieren wir mit unserer bestehenden Bergbau- und Kraftwerkssparte bis zum gesetzlich vorgegebenen Kohleausstiegsdatum 2038 den zukunftsfähigen Umbau des deutschen Energiesystems“, so der LEAG-Vorstandsvorsitzende Adi Roesch.
Unterhalb der neuen Holding LEAG GmbH wird in der EAG Gigawatt GmbH das Neugeschäft zusammengefasst. Zur LEAG Gigawatt GmbH werden die drei operativen, rechtlich eigenständigen Gesellschaften LEAG Renewables GmbH, LEAG Clean Power GmbH und LEAG Biomass GmbH sowie die LE Finance GmbH gehören.
In der LEAG Renewables GmbH werden alle Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Errichtung und zum Betrieb von Wind- und PV-Anlagen gebündelt. Die LEAG Clean Power GmbH konzentriert ihre Geschäftstätigkeit auf Projekte in den Bereichen Batteriespeicher, innovative Kraftwerke und Wasserstofflösungen. In der LEAG Biomass GmbH werden die Produktion und der Vertrieb von Holz-Pellets der deutschen LEAG Pellets GmbH und der schwedischen Scandbio AB zusammengefasst. Die LE Finance GmbH soll unter anderem die Finanzierung der grünen LEAG-Projekte sicherstellen.
Die Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG bleiben als integrale Bestandteile der neuen Unternehmensstruktur, gebündelt durch die Lausitz Energie Verwaltungs GmbH, erhalten. Damit werden laut LEAG sowohl die gesetzlich verpflichtenden finanziellen Rückstellungen für die Wiedernutzbarmachung der Bergbaufolgelandschaften als auch die zusätzliche Vorsorge für die Bergbaufolgekosten in den dafür mit den Länder Brandenburg und Sachsen gebildeten Vorsorgegesellschaften uneingeschränkt gesichert.
Mit dieser neuen Struktur strebt die LEAG an, flexibler und schneller auf Marktanforderungen zu reagieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und langfristig nachhaltiges Wachstum sowie Wertschöpfung zu gewährleisten.
© IWR, 2026
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