Envitec fordert EU-konforme Gesetzgebung: Envitec Biogas setzt 2026 Fokus auf internationales Biomethan-Wachstum
Lohne/Saerbeck - Die Envitec Biogas AG startet mit drei neuen Anlagenbauverträgen und dem bevorstehenden Markteintritt in Litauen positiv ins neue Geschäftsjahr. Gleichzeitig warnt das Unternehmen vor politischen Unsicherheiten in Deutschland, die die Investitionsbereitschaft im Bereich Erneuerbare Energien dämpfen.
"Biomethan ist ein Energieträger, der sich mittelfristig durchsetzen wird. Er ist bereits verfügbar und volkswirtschaftlich kostengünstig", betont CEO Olaf von Lehmden. CFO Jörg Fischer ergänzt, dass während Nachbarländer den Biomethan-Markt aktiv ausbauen, die deutsche Gesetzgebung Investitionen bremst und Unsicherheiten für die gesamte Branche schafft.
Kritik übt Envitec insbesondere an der Umsetzung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie RED III und des Entwurfs des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Laut einem aktuellen Gutachten ignoriert die geplante deutsche Umsetzung zentrale EU-Vorgaben zum Marktzugang und zur Netzinfrastruktur für grüne Gase, was Investitionen gefährdet und europarechtliche Risiken birgt. Das Unternehmen fordert daher eine EU-konforme Gesetzgebung, die erneuerbare Gase fördert und Investitionssicherheit schafft.
Internationale Märkte bieten für Envitec große Chancen. Neben den Benelux-Staaten, Schweden und Spanien zählen das Baltikum, die Slowakei, Italien, Frankreich und Großbritannien zu den Wachstumsregionen. Auch das vor einem Jahr von Uniper übernommene LIQVIS-LNG-Tankstellennetz wird neue Impulse liefern. Eine Anlage soll bereits im ersten Quartal im niedersächsischen Holdorf den Betrieb aufnehmen.
Envitec Biogas deckt die gesamte Wertschöpfungskette für Biogas und Biomethan ab, von Planung und Bau über Betrieb und Service bis hin zu klimaneutralem Kraftstoff für den Transportsektor. Mit 91 eigenen Anlagen gehört das Unternehmen zu den größten Biogasproduzenten Deutschlands und ist in 18 Ländern weltweit aktiv.
© IWR, 2026
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15.01.2026



