Braunkohle-Kraftwerk wird transformiert: Engie, GIG und Fluence bauen Australiens größten privat finanzierten Batteriespeicher
Arlington – Ein Projektkonsortium hat sich zusammengeschlossen, um Australiens größten privat finanzierten Batteriespeicher zu errichten. Das französische Energieunternehmen Engie, die Macquarie Green Investment Group (GIG) und der US-Speicherspezialist Fluence planen einen großen Batteriespeicher am Standort des ehemaligen Braunkohle-Kraftwerks Hazelwood, nahe Melbourne. Dieses Kraftwerk mit einer Leistung von 1.600 MW ist 2017 vom Netz gegangen und endgültig stillgelegt.
Der geplante Batteriespeicher soll in einer ersten Ausbaustufe eine Speicherkapazität von beachtlichen 150 MWh aufweisen und eine entscheidende Rolle bei der Steigerung der erneuerbaren Energiekapazität im australischen Bundesstaat Victoria spielen. Geplant ist, dass die Batterie bis November 2022 in Betrieb geht, um der steigenden Stromnachfrage in den Sommermonaten gerecht zu werden. Die Hazelwood Battery wird auch an den Märkten für Zusatzdienste zur Frequenzsteuerung teilnehmen. Der Standort ist ideal, denn die bestehende Infrastruktur des 1.600 MW-Kraftwerksanschlusses an das australische Stromnetz kann nun weiter genutzt werden.
Bauherr und Eigentümer des Speicherprojekts Hazelkwood ist das französische Energieunternehmen Engie, das bis 2017 Mehrheitseigentümer des alten Braunkohle-Kraftwerks war. Ein weiteres Mitglied des Projektkonsortiums ist die Macquarie Green Investment Group (GIG), ein Entwickler, Sponsor und Investor für Infrastrukturprojekte. GIG ist Teil der Macquarie Group, einer diversifizierten Finanzgruppe.
Gebaut, betrieben und gewartet wird das Speichersystem von Fluence. Das US-Unternehmen wurde 2018 von Siemens und AES Corporation als 50:50 Joint Venture gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen vereint die Erfahrung von AES bei Energiespeicherlösungen und Siemens in der Energiebranche sowie der weltweiten Vertriebspräsenz.
© IWR, 2026
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