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Ministerin Höhn und Minister Dr. Horstmann geben Startschuss für neues Kraftstoff-Kompetenz-Netzwerk

Essen/Düsseldorf (iwr-pressedienst) - NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann hat heute zusammen mit Umweltministerin Bärbel Höhn auf der "E-world energy & water" in Essen das von der Landesregierung neu geschaffene Kompetenz-Netzwerk „Kraftstoffe der Zukunft“ vorgestellt. Ziel des Kompetenz-Netzwerks ist es, für den Bereich zukunftsfähiger Kraftstoffe in NRW möglichst viel Kompetenz für die Herstellung von Anlagen, die Organisation und Logistik der Stoffströme, die Optimierung von Anbaumethoden von Energiepflanzen, für die Zertifizierung und Normung von neuen Kraftstoffen zu bündeln sowie gute Rahmenbedingungen für die Zukunft zu schaffen.

“Zukunftsfähige Kraftstoffe müssten insbesondere mehr als bisher den Anforderungen der Versorgungssicherheit, des Klima- und Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit genügen, so der NRW-Infrastrukturminister. "Um die Mobilität in unserem Land zu sichern und das Klimagas CO2 zu reduzieren, setzen wir auf den Aufbau eines Kraftstoffmixes aus biogenen Kraftstoffen wie Biodiesel und Bioethanol und gasförmigen Kraftstoffen, insbesondere dem Erdgas. Bioprodukte und Erdgas können dabei auch Ausgangsprodukte für synthetische Kraftstoffe sein."

Im Juli 2002 hat das Land die Informationsinitiative "Rhein-Ruhr gibt Gas" gestartet. Ziel dieser gemeinsamen Initiative von der Erdgas-, der Mineralöl- und der Automobilindustrie, dem Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e. V., dem Verband kommunaler Unternehmen, dem ADAC und der Energieagentur NRW ist es, über die Vorteile von Erdgas im Fahrzeugbereich zu informieren. Die NRW-Landesregierung unterstützt darüber hinaus den Einsatz von Rapsöl und Biodiesel durch zahlreiche Programme und Modellprojekte.

Umweltministerin Bärbel Höhn erwartet durch den Ausbau der Bioenergien in ihren unterschiedlichen Nutzungsformen neben einem Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele und einer Minderung der Umweltbelastungen durch die Erdölgewinnung auch Effekte für den Arbeitsmarkt. Umweltministerin Bärbel Höhn. „Nach neuesten Schätzungen geht die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Biotreibstoffe bis zu 25 Prozent des deutschen Treibstoffverbrauches decken können. Dies entspricht einer jährlichen Produktion von etwa elf Mio. Tonnen Treibstoff und einer Anbaufläche von etwa 3,5 Mio. Hektar. Bleibt die Wertschöpfungskette bei uns, ergibt sich allein daraus ein Arbeitsplatzpotential von 175.000 Arbeitsplätzen vor allem im ländlichen Bereich.

Im Kompetenz-Netzwerk "Kraftstoffe der Zukunft" wirken Unternehmen, Wissenschaft und Forschung. Das neue Netzwerk wird unter dem Dach der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW angesiedelt und seinen Sitz in den Räumlichkeiten des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen haben.

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Quelle: iwr-pressedienst/15.03.05/

15.03.2005

 



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