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Greenpeace Energy nimmt neue Windgasanlage in Betrieb

Hamburg - Greenpeace Energy bietet seinen Gaskunden seit Mitte Dezember 2014 Windgas-Produkte an. Dabei wird konventionellem Erdgas ökologisch erzeugter Wasserstoff beigemischt. Nun erweitert Greenpeace Energy die Kapazitäten.

Greenpeace Energy hat in Mainz eine weitere Windgas-Anlage unter Vertrag genommen, mit der umweltfreundlicher Wasserstoff erzeugt wird. Der Wasserstoff wird im Elektrolyseverfahren mittels Windenergie erzeugt.

Greenpeace Energy erwartet Steigerung der Wasserstoff-Menge um 150 Prozent
Als Windgas wird Wasserstoff bezeichnet, der per Elektrolyse aus überschüssigen erneuerbaren Energien gewonnen wird. Durch den zusätzlichen Lieferanten rechnet Greenpeace Energy mit seinem ökologischen Gasprodukt für 2017 mit dem Bezug von rund 2,6 Mio. Kilowattstunden (kWh) an Windgas. Gegenüber dem Vorjahr mit 0,99 Mio. kWh ist das eine deutliche Steigerung um gut 150 Prozent. Der durchschnittliche Wasserstoff-Anteil im Ökogas steigt damit aber nur von 0,49 auf rund ein Prozent. „Ökologisches Windgas könnte noch viel erfolgreicher sein, doch wir werden bis heute durch unfaire Markthindernisse gebremst“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy. „Dennoch ist es uns gelungen, wirtschaftliche und technische Hürden zu überwinden. Damit verhelfen wir dieser für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbaren Technologie Schritt für Schritt zum Durchbruch.“

Über 15.000 Kunden wollen Windgas-Produkt
Die Stadtwerke Mainz beliefern Greenpeace Energy als neuer Partner 2017 mit rund 0,5 Mio. kWh Wasserstoff aus ihren sechs Polymer Electrolyte Membrane (PEM) Elektrolyseuren. Denselben Elektrolyseur-Typ von Siemens setzen Greenpeace Energy und die Städtischen Betriebe Haßfurt seit Ende Oktober 2016 ein, um in der fränkischen Kreisstadt jährlich rund eine Mio. kWh erneuerbaren Wasserstoff zu produzieren. Bereits seit Ende 2014 bezieht die Energiegenossenschaft Windgas von seinem Kooperationspartner Enertrag im brandenburgischen Prenzlau. Auch die Zahl der Kunden, die das Windgas-Produkt beziehen, ist im Jahr 2016 um 20 Prozent auf inzwischen mehr als 15.000 angestiegen. Windgas lässt sich in das herkömmliche Erdgasnetz einspeisen, da es mehrere Prozent Wasserstoff-Beimischung verträgt.

© IWR, 2017

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