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OECD: Biokraftstoffe schädlicher als herkömmlicher Treibstoff

Paris - Nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnte die verstärkte Ausrichtung auf Biokraftstoffe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben und fordert die Abschaffung von Subventionen. Stattdessen sollte die Erforschung anderer Technologien gefördert werden, welche keine Konkurrenz für die Lebensmittelproduktion darstellten und natürliche Lebensräume zerstören. In einem nun veröffentlichten Bericht kommt die OECD zu dem Schluss, dass aufgrund von Versäuerung des Bodens, der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden sowie negativen Auswirkungen auf die Biodiversität Biodiesel sogar schädlicher für die Umwelt sein könnte als mineralischer Treibstoff. Außerdem steigere die Nachfrage nach Biokraftstoff die Weltmarktpreise für viele Agrarprodukte.

"Der aktuelle Schub zu Gunsten der Entwicklung von Biokraftstoffen erzeugt unhaltbare Spannungen, die die Märkte durcheinanderbringen können, ohne bedeutende Umweltgewinne zu erzeugen", warnte die OECD. Die Studie wurde für das Treffen von Ministern und Vertretern der OECD-Länder zu nachhaltiger Entwicklung zusammengestellt, das seit Dienstag in Paris stattfindet. An dem Treffen nehmen neben OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría auch Wissenschaftler sowie Vertreter aus der Wirtschaft und von mehreren Nichtregierungsorganisationen teil.

13.09.2007

 



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