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Bericht: Weltklimarat warnt vor Klimawandel als Gefahr für die Menschheit

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / FotoliaBerlin - Der Weltklimarat (IPCC) hat den zweiten Teil seines sechsten Sachstandsberichts zu den Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur vorgestellt. Angesichts eines nur noch engen Zeitfensters um Gegenzusteuern, fordern die Wissenschaftler schnelle und nachhaltige Maßnahmen.

Trotz aller Bemühungen, die Risiken zu verringern, schreitet der anthropogen verursachte Klimawandel weiter ungebremst voran. Damit verbunden sind gefährliche und weit verbreitete Störungen in der Natur und die Gefährdung des Lebens von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt. Am stärksten betroffen sind Menschen und Ökosysteme, die am wenigsten in der Lage sind, damit umzugehen. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler im jüngsten Bericht des Weltklimarates und fordern ein entschlossenes Handeln, um die Zukunft zu sichern.

Wechselspiel zwischen Klimawandel und globalen Trends gefährdet künftige Entwicklung
Um den zunehmenden Verlust von Menschenleben, biologischer Vielfalt und Infrastruktur zu vermeiden, sind nach dem neuen Bericht des Weltklimarates ehrgeizige, beschleunigte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erforderlich, die mit einer raschen, tiefgreifenden Reduzierung der Treibhausgasemissionen einhergehen,

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass der Klimawandel mit globalen Trends wie der nicht nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen, der zunehmenden Verstädterung, sozialen Ungleichheiten, Verlusten und Schäden durch Extremereignisse und einer Pandemie zusammenwirkt und die zukünftige Entwicklung gefährdet.

"Unsere Bewertung zeigt deutlich, dass bei der Bewältigung all dieser verschiedenen Herausforderungen alle - Regierungen, der Privatsektor und die Zivilgesellschaft - zusammenarbeiten müssen, um bei der Entscheidungsfindung und bei Investitionen der Risikominderung sowie der Gleichheit und Gerechtigkeit Vorrang einzuräumen", so die Ko-Vorsitzende der IPCC-Arbeitsgruppe II, Debra Roberts.

Schutz und Stärkung der Natur als Schlüssel für lebenswerte Zukunft
Es gibt Möglichkeiten, sich an ein sich veränderndes Klima anzupassen. Als Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft sehen die Wissenschaftler Maßnahmen zum Schutz und zur Stärkung der Natur. Vor diesem Hintergrund liefert der Bericht neue Einblicke in das Potenzial der Natur, um nicht nur Klimarisiken zu verringern, sondern auch das Leben der Menschen zu verbessern.

"Gesunde Ökosysteme sind widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel und stellen lebenswichtige Dienstleistungen wie Nahrung und sauberes Wasser bereit. Durch die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme und die wirksame und gerechte Erhaltung von 30 bis 50 Prozent der Land-, Süßwasser- und Meereslebensräume der Erde kann die Gesellschaft von der Fähigkeit der Natur, Kohlenstoff zu absorbieren und zu speichern, profitieren“, so der Ko-Vorsitzende der IPCC-Arbeitsgruppe II, Hans-Otto Pörtner. Um die Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu beschleunigen, sei aber eine angemessene Finanzierung und politische Unterstützung unerlässlich.

Zeitfenster für Maßnahmen wird enger
Der Bericht stellt eindeutig fest, dass eine klimaresiliente Entwicklung bereits beim derzeitigen Erwärmungsniveau eine Herausforderung darstellt. Sie wird noch begrenzter werden, wenn die globale Erwärmung 1,5 °C übersteigt. In einigen Regionen wird sie unmöglich sein, wenn die globale Erwärmung 2 °C übersteigt. Diese wichtige Erkenntnis unterstreicht die Dringlichkeit von Klimamaßnahmen, die sich auf Gleichheit und Gerechtigkeit konzentrieren. Angemessene Finanzierung, Technologietransfer, politisches Engagement und Partnerschaften führen zu einer wirksameren Anpassung an den Klimawandel und zu einer Verringerung der Emissionen, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht.

"Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Der Klimawandel ist eine Bedrohung für das menschliche Wohlergehen und die Gesundheit des Planeten. Jede weitere Verzögerung bei konzertierten globalen Maßnahmen wird ein kurzes und sich schnell schließendes Fenster zur Sicherung einer lebenswerten Zukunft verpassen", warnt Pörtner.


© IWR, 2022


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01.03.2022

 



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