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Neue Lösungen für eine effiziente Wasserstoff-Mobilität

Karlsruhe - Der Einsatz von Wasserstoff im Verkehrssektor ist neben der Elektromobilität eine Zukunftsoption. Wegen der geringen Dichte des Wassserstoffs ist eine bisher eher teure Druckspeicherung notwendig. Das soll sich nun ändern.

Für den nachhaltigen Markterfolg der Wasserstoffmobilität ist eine Reduzierung der Betankungskosten von hoher Bedeutung. Im EU-Projekt COSMHYC arbeiten nun fünf europäische Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen sei Januar 2017 an der Entwicklung von innovativen Kompressionslösungen für eine kostengünstigere Betankung von Brennstoffzellenfahrzeugen.

Verbesserungen der Wasserstoff-Kompressionslösungen im Fokus

Bisherige Lösungen zum Betanken von Wasserstoff-Fahrzeugen sind teuer, verbrauchen viel Strom und sind oft mit Lärm verbunden. Im Fokus des EU-Projekts COSMHYC steht daher die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Kompressionstechnologie, mit dem Ziel den Durchbruch der Wasserstoffmobilität zu beschleunigen. Als Koordinator des Projekts arbeitet das Europäische Institut für Energieforschung (Eifer) mit vier weiteren Partnern an der Entwicklung von Konzepten für eine verbesserte Wasserstoffkompression. Dazu wird ein Prototyp entwickelt, konstruiert und unter realen Bedingungen getestet. In jeder Projektstufe wird eine technisch-ökonomische Beurteilung sicherstellen, dass die entwickelte Technologie zur größeren Wettbewerbsfähigkeit von Wasserstoff als Brennstoff für Transportanwendungen beiträgt.

Über das EU-Projekt COSMHYC

Das COSMHYC-Konsortium versammelt Partner aus drei europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich und Dänemark), deren Expertisen die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Wasserstofftankstellen, von der Entwicklung bis zur industriellen Anwendung, abdecken. Zwei Industriepartner (Mahytec und Nel Hydrogen) werden in enger Kooperation mit Experten aus dem Bereich Wasserstofftechnologie (Lbst), Spezialisten im Innovationsmanagement (Steinbeis 2i) und Forschern (Eifer) an dem Projekt arbeiten. Die Beteiligung von zwei Industriepartnern sorgt dafür, dass im Projekt nicht nur Lösungen für die Kohlendioxidreduzierung im Transportsektor erforscht werden, sondern diese auch industriell verwertet werden. COSMHYC verfügt über ein Gesamtbudget von 2.5 Mio. Euro und wird durch die Europäische Kommission im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking (FCH 2 JU)“ gefördert.

© IWR, 2017