Internationale Nachhaltigkeits-Kriterien für Bioenergie stehen
Die Indikatoren sollen Regierungen zentrale Anhaltspunkte geben, ob nationale Politiken, Programme und Projekte zur Bioenergie nachhaltig sind. Erstmals gebe es nun solche gemeinsam zwischen Industrie- und Entwicklungs- sowie Schwellenländern entwickelten Prüfkriterien, die wesentlich umfassender sind als beispielsweise die verpflichtenden Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe in Europa. Diese berücksichtigen nach Aussage des Öko-Instituts lediglich Treibhausgase, Biodiversität, kohlenstoffreiche Flächen und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft in der EU. Die Anforderungen der Europäischen Union gelten zudem nur für flüssige Bioenergieträger.
Mit der gefundenen Einigung geht die Arbeit der GBEP in eine neue Phase. In den nächsten Jahren soll die GBEP das so genannte „Capacity Building“ unterstützen, um die Anwendung bzw. Implementierung der Indikatoren auf nationaler Ebene weltweit zu fördern. Ein entsprechendes Arbeitsprogramm der GBEP wurde ebenfalls in Washington DC beschlossen. „Diese Arbeit wird von der deutschen Regierung weiter begleitet und auch das Öko-Institut wird hier mit seiner wissenschaftlichen Expertise zur nachhaltigen Bioenergienutzung Ansprechpartner und Berater bleiben“, erklärt Fritsche die nächsten Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. „Zudem arbeiten wir weiter intensiv an den noch offenen Fragen der indirekten Effekte des Anbaus von Bioenergieträgern.“
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