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Mehr Flexibilität fürs Stromsystem: Eon treibt bidirektionales Laden Richtung Massenmarkt voran

© Eon SE© Eon SEMünchen/Düsseldorf – Mit dem zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien und der steigenden Zahl elektrischer Verbraucher wächst der Bedarf an flexiblen Steuerungsoptionen im Energiesystem. Der Energiekonzern Eon testet im Rahmen eines Forschungs- und Demonstrationsprojekts, wie Elektrofahrzeuge künftig aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können.

Im Projekt „BDL Next“ haben die Partner den Pilotbetrieb für bidirektionales Laden gestartet. Ziel ist es, Elektroautos nicht nur als Verbraucher, sondern auch als flexible Speicher in das Energiesystem zu integrieren und damit einen Baustein für ein intelligentes, netzdienliches Stromsystem zu entwickeln.

Elektroautos werden Teil des Energiesystems
Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie sich flexible Kapazitäten aus Haushalten systemdienlich nutzen lassen. Dazu werden Elektrofahrzeuge, Photovoltaikanlagen, stationäre Speicher und Energiemanagementsysteme miteinander verknüpft.

„Der nächste Schritt beim bidirektionalen Laden ist klar: weg von der Einzellösung hin zur Nutzung im Energiesystem“, sagt Stefan Padberg, Leiter Innovation bei E.ON. „Damit wird Flexibilität aus Haushalten zu einem echten Baustein der Energiewende – für mehr Stabilität im Netz, eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien und ein bezahlbares Energiesystem.“

Testfeld für Redispatch 3.0 und Netzstabilität
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der systemdienlichen Nutzung dezentraler Flexibilität im Stromnetz. Dabei wird untersucht, wie Elektrofahrzeuge gezielt gesteuert werden können, um Netzengpässe auszugleichen und bestehende Netzprozesse zu unterstützen.

Langfristig sollen die Erkenntnisse in Konzepte für ein sogenanntes „Redispatch 3.0“ einfließen, bei dem erstmals auch kleinere dezentrale Anlagen in die Netzsteuerung eingebunden werden.

Zudem werden Fragen der Messbarkeit und Bilanzierung von Energieflüssen adressiert – insbesondere, wie Strom aus Fahrzeugbatterien korrekt erfasst und in Markt- und Netzprozesse integriert werden kann.

Verknüpfung von Elektromobilität und Photovoltaik
Ein weiterer Fokus liegt auf der Kombination von Elektromobilität, Photovoltaik und Heimenergiesystemen. Fahrzeuge sollen dabei nicht nur geladen, sondern auch als flexible Speicher genutzt werden, um Eigenverbrauch zu optimieren und gleichzeitig netzdienliche Leistungen bereitzustellen.

Das E-Auto wird damit zunehmend Teil eines integrierten Energiehaushalts im Eigenheim, der sowohl private als auch systemische Anforderungen berücksichtigt.

Offene Systeme als Voraussetzung für Skalierung
Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Entwicklung interoperabler Lösungen, die herstellerübergreifend funktionieren. Damit soll die Grundlage für eine breite Markteinführung geschaffen werden.

„Nur durch offene Standards lassen sich Flexibilitäten in einem Maßstab bündeln, der das Energiesystem nachhaltig stützt“, heißt es aus dem Projektumfeld. Das Konsortium vereint dafür Partner aus Energiewirtschaft, Automobilindustrie und Forschung.

Über das Forschungsprojekt BDL Next
Das Projekt „BDL Next“ wird von einem branchenübergreifenden Konsortium unter wissenschaftlicher Leitung begleitet. Beteiligt sind unter anderem Energieversorger, Netzbetreiber, Automobilhersteller sowie Forschungseinrichtungen.

Ziel ist es, bidirektionales Laden unter realen Bedingungen zu erproben und die Grundlage für eine spätere breite Markteinführung zu schaffen.

© IWR, 2026


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28.05.2026

 



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