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Biogas-Aufbereitung von Envitec überzeugt in Dänemark

Lohne – Nach dem Baustart der ersten Biogas-Aufbereitungsanlage von Envitec Biogas in Dänemark stehen schon die nächsten beiden Projekte an. Mit der Vertragsunterzeichnung für zwei weitere Biomethananlagen setzt der Biogas-Spezialist aus Lohne in Niedersachen seine Wachstumsstrategie im Königreich Dänemark fort.

Die in Otterup, im Norden der Insel Fünen geplanten Aufbereitungsanlagen, die noch in 2016 nach Fertigstellung in die örtlichen Gasnetze einspeisen sollen, setzen auf bestehende Biogasanlagen anderer Hersteller auf. Das Biogas wird aus Vergärung von Graspflanzensilage, Gülle, Stroh, Hühnertrockenkot und Glyzerin gewinnen.

Meilenstein für Envitec im europäischen Biomethan-Markt

In den kommenden sechs Monaten nach Baubeginn werden seitens Envitec insgesamt drei Mitarbeiter plus Projektleiter vor Ort sein. Lars von Lehmden, Geschäftsführer des Envitec-Anlagenbaus, erklärte: „Die beiden Geschäftsabschlüsse stellen einen weiteren Meilenstein in der Erschließung des europäischen Biomethan-Marktes dar. Gleichzeitig beweist uns das Vertrauen unserer Kunden, dass wir mit unserer technologischen Expertise weiterhin die Nase im Wettbewerb vorne haben.“

Hohe Ausbeute: Über 97 Volumenprozent Biomethan

Steen Rasmussen und Lars Nielsen, die Auftraggeber und Betreiber der Biogas- und zukünftig auch der Biogasaufbereitungs-Anlagen, überzeugten vor allem die von Envitec seit 2012 eingesetzte Membrantechnologie und deren Flexibilität. „Die hohe Ausbeute von mehr als 97 Volumenprozent Biomethan bei Verwendung eines besonders umweltschonenden und kosteneffizienten Verfahrens haben uns nach der Betriebsbesichtigung der Envithan-Anlage in Sachsendorf schlichtweg keine andere Wahl gelassen“, meint Landwirt Rasmussen.

Dänemark will die Hälfte der Gülle zur für Biogas-Erzeugung nutzen

Dänemark will bis 2020 die Hälfte der in der Landwirtschaft produzierten Gülle für die Biogaserzeugung zu nutzen. Daher fördert die dänische Regierung bereits seit 2012 den Bau von Biogasanlagen. „Allerdings sind die Rahmenbedingungen nur noch bis 2020 festgeschrieben, von daher erwarten wir, dass die Investitionsbereitschaft aktuell zwar hoch ist, in Zukunft Investoren und Betreiber jedoch auf neue Impulse der Regierung warten werden“, schätzt von Lehmden.

© IWR, 2016