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Studie: Deutliche Entlastung des Bundeshaushaltes durch Biokraftstoffe

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Berlin – DIW Eucon, das Beratungsunternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hat im Auftrag des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V. (VDB) eine Studie zum Beitrag von Biotreibstoffen zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele 2030 erstellt. Untersucht wurde, welchen Beitrag Biokraftstoffe zur Emissionsminderung des Verkehrssektors leisten können. Eine weitere Frage war, wie sich Emissionsminderungen auf die finanziellen Risiken für den Bundeshalt auswirken können, die sich nach der europäischen „Effort Sharing Regulation“ (ESR, deutsch: Lastenteilung) ergeben. Diese Regelungen sehen vor, dass Deutschland den Treibhausgasausstoß in den Bereichen außerhalb des Emissionshandels, also Verkehr, Gebäude, Land- und Abfallwirtschaft von 2021 bis 2030 gegenüber 2005 um 38 Prozent senkt. Bei Nichterreichung, muss die Bundesregierung Emissionsrechte bei EU-Mitgliedsstaaten kaufen.

Da abzusehen sei, dass in Deutschland die Emissionsminderungen im ESR bis 2030 nicht erreicht werden können, drohten Zukäufe von Verschmutzungsrechten in Höhe von bis zu 60 Milliarden Euro, so ein Ergebnis der Studie. Bei einem als realistisch erachteten Anteil von etwa sieben Prozent am Kraftstoffmarkt im Jahr 2030 könnten Biokraftstoffe allerdings 102,7 Mio. t CO2 einsparen, so dass weniger Emissionsrechte von anderen EU-Mitgliedsstaaten gekauft werden müssen. Biodiesel und Bioethanol aus nachhaltiger Anbaubiomasse könnten damit zu Einsparungen von 5,8 Mrd. Euro beitragen, während Biokraftstoffe aus Altspeise- und tierischen Fetten sowie fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen zu einer Kostenminderung von 4,4 Mrd. Euro bis 2030 führen könnten.

© IWR, 2019

20.02.2019