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Regenerative Stromerzeugung im Oktober: Weniger Wind - mehr Sonne

© Fotolia© FotoliaMünster - Die Stromproduktion aus Wind- und Solaranlagen in Deutschland fällt im Oktober 2018 niedriger aus als im Vorjahr. Während die Solarenergie im letzten Monat zulegen kann, bleibt die Windstromproduktion unter dem Vorjahreswert.

Der anhaltende Hochdruckeinfluss hat Tiefdruckgebieten im Oktober 2018 kaum Chancen gelassen und über weite Strecken für einen sonnenreichen und warmen Monat gesorgt. Entsprechend hoch ist die Stromerzeugung aus Solarenergieanlagen.

PV- und Windstrom im Oktober 8 Prozent niedriger als 2017
Die Stromerzeugung aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen in Deutschland erreicht im Oktober 2018 insgesamt 13,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben die PV- und Windenergieanlagen in Deutschland damit etwa 8 Prozent weniger Strom produziert und eingespeist (Okt. 2017: 14,6 Mrd. kWh). Das geht aus den vorläufigen Daten der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Ursache für diese Entwicklung ist die Fortsetzung der quasi seit April anhaltenden Hochdruckwetterlage. Erst im letzten Monatsdrittel ändert sich das Energiewetter mit dem Durchzug der Tiefdruckgebiete Sieglinde und Vaia mit Windgeschwindigkeiten, die z.T. Sturmstärke erreichen.

PV-Stromproduktion steigt im Oktober gegenüber 2017 um fast 30 Prozent
Nach den sonnenreichen Vormonaten zeigt sich auch der Oktober 2018 noch einmal von seiner sommerlichen Seite. Insgesamt kommt der Oktober 2018 bundesweit auf rd. 160 Sonnenstunden und zählt damit zu den fünf sonnigsten Oktobermonaten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Daher fällt auch im Oktober die Solarstromproduktion hoch aus. Mit fast 2,8 Mrd. kWh erzeugen die Solaranlagen in Deutschland etwa 30 Prozent mehr Sonnenstrom als im Vorjahresmonat (Okt. 2017: 2,1 Mrd. kWh).

Windstrom im Oktober 14 Prozent niedriger
Die Windenergieanlagen an Land und auf See haben in Deutschland im Oktober 2018 insgesamt 10,7 Mrd. kWh erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das etwa 14 Prozent weniger (Okt. 2017: 12,5 Mrd. kWh). Ursache für den Rückgang der Produktion ist in erster Linie die mit niedrigeren Windgeschwindigkeiten einhergehende Hochruckwetterlage. Die Offshore-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee haben im Oktober 2018 rd. 2 Mrd. kWh Strom erzeugt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum fällt die Stromproduktion aus Offshore-Windparks damit um 9 Prozent niedriger aus als im Oktober 2017 (2,2 Mrd. kWh).

Über die Statistiken zur regenerativen Stromerzeugung
Die hier dargestellten Daten für den Wind- und Solarstrom (kWh) spiegeln die Hochrechnungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) wider. Grund für die Hochrechnung: Die tatsächlichen und vollständigen Abrechnungen der Verteilnetzbetreiber über die reale Einspeisung liegen den ÜNB erst mit mehrmonatiger Verzögerung vor. Die veröffentlichte Stromerzeugung in der endgültigen Jahresabrechnung kann daher von den zeitnahen Hochrechnungen abweichen.



© IWR, 2018


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05.11.2018

 




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