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BMWi ordnet Wärme- und Effizienz-Förderung neu

Berlin – Deutschland gibt Milliarden Euro für die Förderung der Energieeffizienz und der regenerativen Wärme aus. Mit den Jahren sind dabei viele Angebote mit teils ähnlichen Zielen entstanden. Nun will das BMWi die Förderung grundlegend neue strukturieren und an den aktuellen Anforderungen der Energiewende orientieren.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat eine neue „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“ vorgelegt. Das gesamte Förderangebot soll nun anhand von vier Säulen neu ausgerichtet werden.

Förderung soll inhaltlich neu ausgerichtet werden

Mit der neuen Strategie will das BMWi die haushaltsfinanzierte Energieeffizienzförderung neu ordnen und bündeln sowie adressatengerecht ausrichten. Dabei sollen die inhaltlichen Förderschwerpunkte stärker an die aktuellen Anforderungen der Energiewende angepasst werden. So werden Hybridsysteme, die erneuerbare Energien einbeziehen, weiter gefördert, um den Übergang zu mehr Erneuerbaren im Wärmemarkt zu unterstützen. Gleichzeitig soll die Förderung von Heizkesseln, die ausschließlich mit fossilen Energieträgern befeuert werden, im Jahr 2019 auslaufen.

Vier Förderschwerpunkte bis 2020

Bis 2020 werden die haushaltsbasierten Förderangebote schrittweise reformiert. Zudem werden die Förderschwerpunkte Energieberatung, energieeffiziente Gebäude und Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe sowie Wärmeinfrastruktur herausgebildet. Alle Förderangebote sollen als modular aufeinander aufbauende Bausteine in diesen vier Förderschwerpunkten gebündelt werden.

Bestehende Förderangebote werden dadurch zusammengefasst. So werden beispielsweise die zwei großen Förderprogramme im Gebäudebereich, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren) und das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt zur Fördersäule "Energieeffiziente Gebäude" zusammengefasst.

Baake: Schlagkraft von Energieeffizienzmaßnahmen erhöhen

„Mit der neuen Förderstrategie wollen wir die Beratungs- und Investitionsprogramme optimieren, indem wir sie klarer strukturieren und noch adressatengerechter ausrichten“, fasst BMWi-Staatssekretär Rainer Baake das Vorhaben zusammen. „Für jeden Adressaten soll das bestehende Förderangebot auf einen Blick erfassbar und leichter zugänglich sein. So wollen wir die Schlagkraft von Energieeffizienzmaßnahmen deutlich erhöhen“, so Baake weiter. Mit dem bis 2019 geplanten Ausstieg aus der Förderung von rein fossilen Heizungen setze man zugleich eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzplans 2050 um.

Ziel: Unbürokratisch und klar strukturierte Förderangebote

Das BMWi will dabei nach dem Prinzip „Je ambitionierter die Investition, desto attraktiver das Förderangebot“ Fortschritte beim Energiesparen anreizen. Die Förderstruktur soll, auch durch die kombinierbar aufgebauten Förderbausteine, unbürokratisch und klar strukturiert werden. Es soll Förderungen für den „leichten Einstieg“ in Energiesparmaßnahmen ebenso geben wie für ganzheitliche, umfassende Sanierungsmaßnahmen. Schließlich sollen geeignete Angebote über einen One Stop Shop leichter gefunden werden können.

Bne begrüßt neue Strategie

Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) e.V. begrüßt insbesondere das Förderende für rein fossile Heizungen als wichtiges Signal an Kunden und Dienstleister. „Die Energiewende entscheidet sich im Heizungskeller“, betont bne-Geschäftsführer Robert Busch.

© IWR, 2017

15.05.2017

 



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