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Tausende Demonstranten in Berlin wollen "Energienwende retten"

Berlin – Die Kampagne "Energiewende retten!" von der Branche der erneuerbaren Energien hat am Donnerstag in Berlin mit einer Demonstration durch das Regierungsviertel ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Dem Aufruf der Verbände unter dem Dach des Bundeverbands Erneuerbare Energie (BEE), zusammen mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und der Industriegewerkschaft Metall Küste (IG Metall Küste) folgten tausende Demonstranten.

Sie fordern die Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung für den Klimaschutz und die etwa 350.000 Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien endlich gerecht zu werden. Zu den Sprechern der Abschlusskundgebung zählten zahlreiche Verbandsvertreter sowie Oppositions- und Regierungspolitiker.

Wirtschaftliche Dynamik bei erneuerbaren Energien wird abgewürgt

In Sorge um die Erde als Lebensgrundlage und unsere wirtschaftliche Stärke als Technologieführer in Erneuerbaren Energien kommt es zum Schulterschluss von BEE, DBV und IG Metall Küste. Grundsätzlich begrüßen die Verbände, dass es überhaupt eine Einigung zwischen Bundesregierung und Ländern zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gibt, kritisieren aber gleichzeitig vehement das starke Einbremsen der Ausbaudynamik. Die Reform müsse eine verlässliche Perspektive für die Arbeitsplätze geben. Die Hersteller und Zulieferer entlang der industriellen Wertschöpfungskette des erneuerbaren Energieanlagenbaus seien die industrielle Basis der Energiewende. Um Innovationskraft und Arbeitsplätze in der Wind- und Solarindustrie zu erhalten, sei eine wirtschaftliche Dynamik erforderlich. Diese Dynamik wird nach Auffassung der Demo-Organisatoren mit den vielen Deckelungen im neuen EEG abgewürgt.

EEG 2016 ist das Aus für die Bioenergie
Der BEE, DBV und IG Metall fordern die Bundesregierung auf, von der Bremse zu gehen und die Energiewende zügig voran zu bringen. So könnten Arbeitsplätze gesichert, Kosten gesenkt und die Natur erhalten werden. Gemeinsam wolle man die „Energiewende Retten!“.
Zu den Rednern auf der Demo zählten Verbandschefs wie Hermann Albers (Bundesverband Windenergie), Fritz Brickwedde (BEE), Horst Seide (Fachverband Biogas), Carsten Körnig (Bundesverband Solarwirtschaft) oder Bernhard Krüsken (Deutscher Bauernverband), zudem Oppositionspolitiker wie Simone Peter (Bundesvorsitzende Bündnis 90/Grüne), Anton Hofreiter (Fraktionsvorsitzender Bündnis90/Grüne) oder Dietmar Bartsch (Fraktionsvorsitzender Die Linke). Auch Bundestagsmitglieder der Regierungsparteien wie Alois Gerig (CDU/CSU) oder Bernd Westphal (SPD) hatten das Wort.

So erklärte Bernhard Krüsken vom Bauernverband: "Die derzeitigen Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind das Aus für die Bioenergie. Mit dieser "Abrissbirne" würden innovative Investitionen entwertet und in den Jahren 2020 bis 2030 etwa 85 Prozent des Beitrages, den die Bioenergie zur Energiewende leistet, per Federstrich stillgelegt."

© IWR, 2016

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03.06.2016

 



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