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Nationaler Emissionshandel - Energiebörse EEX erhält Zuschlag als Verkaufsplattform

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / FotoliaDessau-Roßlau - Die European Energy Exchange AG (EEX) hat die Ausschreibung als zugelassene Stelle für den Verkauf von Emissionszertifikaten im Rahmen des nationalen Emissionshandels gewonnen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Seit dem 01. Januar 2021 ist das Instrument des Brennstoffemissionshandels in Deutschland in Kraft. Es legt erstmals einen CO2-Preis für die Sektoren Wärme und Verkehr auf nationaler Ebene fest, die bislang nicht vom europäischen Emissionshandelssystem erfasst sind. Mit der Beauftragung der EEX als Verkaufsplattform ist der Verkauf der Zertifikate für die Festpreisphase bis 2025 nunmehr geregelt.

Verkauf der Zertifikate startet im Oktober 2021
Die Energiebörse EEX in Leipzig hat am 15. März 2021 den Zuschlag für die Veräußerung von Emissionszertifikaten im nationalen Emissionshandel (nEHS) für Brennstoffe erhalten. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte diesen Auftrag als zuständige Stelle für den Vollzug des nEHS europaweit ausgeschrieben.

Für den nEHS ist zunächst eine Festpreisphase bis 2025 vorgesehen, in der Emissionszertifikate zu einem gesetzlich festgelegten - und jährlich steigenden - Preis ausgegeben werden. Bis einschließlich 2025 wird der Verkauf von solchen Emissionszertifikaten über die EEX zu diesen festgelegten Preisen stattfinden. Ab 2026 werden die Zertifikate dann nicht mehr zum Festpreis verkauft, sondern versteigert.

Das Mandat der EEX umfasst den Verkauf der Emissionszertifikate während der gesamten Festpreisphase bis einschließlich 2025. Die Energiebörse wird jetzt unmittelbar mit den Vorbereitungen zur Durchführung des Verkaufs beginnen. Der erste Verkaufstermin ist für Oktober 2021 geplant. Die Zulassung zum Kauf an der EEX ist voraussichtlich ab September möglich. Das nEHS soll dazu beitragen, den CO2-Ausstoß in den Bereichen Wärme und Verkehr zu senken. Bis 2022 sind zunächst Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas und Erdgas Teil des nEHS. In das System einbezogen werden nach und nach aber weitere Brennstoffe.

?„Die neue CO2-Bepreisung in den Bereichen Wärme und Verkehr ist eine der zentralen Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2030. Der Zuschlag an die EEX ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung dieses Instruments. Jetzt bekommen auch dort die CO2-Emissionen einen Preis“, so UBA?-Präsident Dirk Messner.

Rahmendaten zum Verkauf und zur Zulassung an der EEX
Die Emissionszertifikate für 2021 werden zwischen Oktober und Dezember 2021 an mindestens zwei Terminen pro Woche zum Kauf angeboten. Die genauen Termine werden mindestens sechs Wochen vor dem Start des Verkaufs auf der Website der EEX veröffentlicht. Termine des Verkaufskalenders von Emissionszertifikaten des Jahres 2022, sowie Termine zum begrenzten Nachkauf von Emissionszertifikaten des Jahres 2021, sollen rechtzeitig zum Jahresende durch die EEX bekanntgegeben werden.

Ab September 2021 können Teilnehmer des nEHS einen Zulassungsantrag bei der EEX stellen. Neben der direkten Teilnahme am Verkauf besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Emissionszertifikate über einen anderen zugelassenen Teilnehmer (Vermittler oder „Intermediär“) zu erwerben.

Weitere Einzelheiten zum Verkauf und zur Zulassung sollen den Teilnehmern im Laufe der zweiten Jahreshälfte zur Verfügung gestellt werden.


© IWR, 2021


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