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EEG-Konto im Mai 2019 weiter rückläufig

© Fotolia© FotoliaMünster - Auf dem EEG-Umlagekonto für den Ökostrom ist der Überschuss im Mai dem üblichen Jahresverlauf entsprechend zurückgegangen. Grund ist die witterungsbedingt hohe Solarstromproduktion im Mai.

Die Monatsbilanz für das EEG-Umlagekonto der vier Übertragungsnetzbetreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit Stand vom 31.05.2019 liegt vor: Erwartungsgemäß sind die monatlichen Ausgaben im Mai höher als die monatlichen Einnahmen. Dennoch summieren sich die Rücklagen der von den Stromverbrauchern eingezahlten EEG-Umlage auf den Konten der Übertragungsnetzbetreiber weiter auf einen Betrag von etwa 4,8 Milliarden Euro (Mrd. Euro).

Kontostand geht im Mai 2019 um 640 Millionen Euro zurück
Im Mai 2019 lagen die Ausgaben auf dem EEG-Konto um ca. 640 Millionen Euro (Mio. Euro) über den Einnahmen. Die Monatseinnahmen bewegen sich im Mai 2019 mit 2,07 Mrd. Euro etwas unterhalb des Vormonats (April 2019: 2,22 Mrd. Euro), während die Monatsausgaben im Mai bei 2,71 Mrd. Euro lagen (April 2019: 2,78 Mrd. Euro).

In die Kategorie der Ausgaben fallen vor allem die Vergütungs-Zahlungen an die Betreiber von EEG-Erzeugungsanlagen. Zu den Einnahmen des EEG-Umlagekontos zählen insbesondere die Einzahlungen der EEG-Umlage durch die Stromkunden sowie die Vermarktungserlöse des EEG-Stroms an der Strombörse.

EEG-Reserve sinkt im Mai wie erwartet
Bis März 2019 ist das Sparguthaben auf dem EEG-Konto auf eine neue Rekordmarke von 6 Milliarden Euro geklettert. Im April und Mai 2019 ist das Guthaben auf dem EEG-Konto aufgrund einer hohen Solarstromerzeugung und der höheren Solarstromvergütung dann gesunken. Auch nach dem Rückgang im Mai 2019 liegt das EEG-Konto mit 4,80 Mrd. Euro bei einem satten Plus. Im Vergleich zum Vorjahr fällt das Guthaben um etwa 600 Mio. Euro niedriger aus (Mai 2019: 5,4 Mrd. Euro).

Üblicherweise übersteigen die Ausgaben die Einnahmen auf dem EEG-Umlagekonto von Mai bis September eines Jahres. Im Jahr 2018 lag das Minimum des Sockelbetrages aber immer noch bei 3,65 Mrd. Euro Überschuss. Ab Oktober 2019 dürfte das Rücklagenkonto wieder steigen.

Über die EEG-Umlage
Die Ökostromerzeugung auf der Grundlage des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) wird nicht aus Steuermitteln finanziert. Die Netzbetreiber führen ein EEG-Konto mit Einnahmen (u.a. EEG-Umlage und Erlöse aus EEG-Strom Vermarktung) und Ausgaben (u.a. Vergütungszahlungen, Kosten für IT etc.). Der EEG-Ökostrom wird an der Börse zwangsvermarktet. Dabei darf der EEG-Ökostrom paradoxerweise nicht als Ökostrom bzw. grüner Strom gehandelt bzw. verkauft werden, sondern nur als unspezifischer "Graustrom". Der im Oktober 2018 offiziell für 2019 bekannt gegebene EEG-Umlagesatz liegt bei 6,405 ct/kWh. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um etwa 6 Prozent (2018: 6,792 ct/kWh).

© IWR, 2019


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12.06.2019

 



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