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Dong Energy benennt sich nach dänischem Physiker

Kopenhagen/Hamburg – Der dänische Energieversorger Dong Energy, globaler Marktführer beim Bau von Offshore-Windparks, will sich einen neuen Namen geben. Die alte Bezeichnung Dong ist eine Abkürzung, deren Bedeutung mit der aktuellen Unternehmensstrategie nicht mehr zusammenpasst.

Der im internationalen Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World gelistete Energiekonzern Dong Energy hat zu Beginn dieser Woche die Anteilseigner, allen voran der dänische Staat mit einem Anteilspaket von 50,1 Prozent, um eine außerordentliche Hauptversammlung gebeten. Anlass sind die Pläne, dem Unternehmen für einen neuen globalen Auftritt ein neues Logo und einen neuen Namen zu geben. Der alte Name Dong steht für Danish Oil and Natural Gas.

Nicht mehr zeitgemäß – Dong: Danish Oil and Natural Gas

Dong Energy wandelt sich bereits seit Jahren zu einem grünen Energieunternehmen. Mit dem Ausbau seiner Offshore-Windsparte, der Umrüstung von Kohlekraftwerken hin zu nachhaltigen Biomassekraftwerken sowie der Entwicklung innovativer Abfallverwertungsanlagen, hat das Unternehmen seine CO2-Emissionen nach eigenen Angaben bereits nahezu halbieren können. Zudem will Dong Energy bis 2023 aus dem Kohlegeschäft aussteigen. Die Öl- und Gas-Upstream-Geschäftssparte wird derzeit verkauft. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen scheint der Name Dong (Danish Oil and Natural Gas) Energy zu dieser Neuausrichtung nicht mehr zu passen. Deshalb wurden die Anteilseigner zu einer außerordentlichen Hauptversammlung gebeten, um dem Antrag der Namensänderung stattzugeben. Die Hauptversammlung soll am 30. Oktober stattfinden. Die Einführung des neuen Erscheinungsbilds ist für den 6. November vorgesehen.

Aus Dong Energy soll Ørsted werden

Der neue Name des Unternehmens soll Ørsted lauten. International und in Deutschland wird dieser Name "Ör-sted" ausgesprochen. Falls das dänische Sonderzeichen „Ø“ Probleme bereitet, so sei die präferierte Schreibweise "Orsted", teilt Dong Energy mit. Mit dem neuen Namen bezieht sich Dong Energy auf den dänischen Wissenschaftler Hans Christian Ørsted (1777-1851), der bereits im Jahr 1820 die magnetische Wirkung des elektrischen Stroms entdeckte und als Mitbegründer der Elektrizitätslehre und Elektrotechnik gilt.

Volker Malmen, Geschäftsführer von Dong Energy in Deutschland sagt: „Die Namensänderung ist notwendig geworden, weil sich das gesamte Unternehmen seit seiner Gründung fundamental verändert hat. Schritt für Schritt haben wir uns von der konventionellen Energieproduktion getrennt und konzentrieren uns jetzt ausschließlich auf die Erzeugung erneuerbarer Energie. Es ist für uns nur logisch und konsequent, dass wir diese Transformation auch deutlich nach außen tragen“.

Weltmarktführer beim Bau von Offshore-Windparks

Dong Energy bezeichnet sich als Weltmarktführer bei der Planung, dem Bau und Betrieb von Offshore-Windparks. Das Unternehmen mit rund 5.600 Mitarbeitern ist nach eigenen Angaben für ein Viertel der weltweit insgesamt installierten Offshore-Windleistung verantwortlich. Bis 2020 soll die Kapazität der Windkraftanlagen auf See gegenüber 2016 von rund 3.000 auf 6.500 Megawatt (MW) mehr als verdoppelt werden.

Mit mittlerweile drei fertig gebauten und einem im Bau befindlichen Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee ist man auch in Deutschland Branchenführer, so das Unternehmen. Im April 2017 hat Dong Energy den Zuschlag zum Bau drei weiterer deutscher Windparks erhalten. Zwei davon werden ohne EEG-Vergütung gebaut und gehen voraussichtlich 2024 und 2025 ans Netz.

© IWR, 2017

04.10.2017