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Siemens baut Ökostrom-Kraftwerk in Wien um

Nürnberg - Siemens wird die Stadt Wien bei der energetischen Optimierung ihrer Hauptkläranlage unterstützen. Hierfür liefert Siemens die Leit-, Mess-, Analyse- und Schaltanlagenleittechnik sowie Niederspannungs- und Mittelspannungsschaltanlagen in die österreichische Hauptstadt.

Siemens ist gemäß dem Auftrag über 24 Millionen Euro auch für Montage und Inbetriebnahme der einzelnen Systeme zuständig. Das Projekt wird im Rahmen des größten Umweltprojektes der Stadt Wien umgesetzt, das unter dem Titel „E_OS 2020“ (Energie_Optimierung Schlammbehandlung) läuft.

78 Mio. Kilowattstunden (kWh) Klärgas-Strom ab 2020

Ab 2020 soll die Hauptkläranlage in Simmering durch die Nutzung von Klärgas die zur Abwasserreinigung benötigte Energie selbst erzeugen. Bei der Schlammbehandlung kommt ein besonders effizientes Verfahren mit reduziertem Wassergehalt und doppeltem Feststoffanteil zum Einsatz. Dies senkt den Energieverbrauch bei der Faulung und Klärgaserzeugung erheblich. Die Hauptkläranlage, die heute zu den größten kommunalen Energieverbrauchern zählt, wird dann eine jährliche Eigenleistung von 78 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom und 82 Mio. kWh thermische Energie erreichen.

Dem größten Umweltprojekt der Stadt Wien zum Erfolg verhelfen

Christian Gantner, Generaldirektor der ebswien hauptkläranlage GmbH: „Mit dem Umbau der Kläranlage zum Ökokraftwerk leisten wir einen wichtigen Beitrag für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie für eine nachhaltige Energieerzeugung. Die effizienten Technologien unseres Partners Siemens spielen eine wichtige Rolle, um unsere anspruchsvollen Umwelt- und Klimaziele zu erreichen.“

Wolfgang Hesoun, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG Österreich: „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Erreichen der Umweltziele einer Stadt sind Maßnahmen, die einen maximalen ökologischen und ökonomischen Nutzen mit sich bringen. Auf Basis umfassender Analysen ist es uns gelungen gemeinsam mit unserem Kunden eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln, um so dem größten Umweltprojekt der Stadt Wien zum Erfolg zu verhelfen. Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit stehen dabei ebenso im Fokus, wie smarte Technologien und vernetzte Systeme.“

© IWR, 2015

30.11.2015