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Archea greift zu bei Biogasanlagen aus insolventem Fonds

Waalre, Niederlande - Die Archea Bioenergie GmbH, Tochtergesellschaft des Biogasanlagen-Anbieters Archea Biogas N.V., hat neun Biogasanlagen aus dem insolventen BiGa III-Fonds erworben. Der Kaufvertrag wurde in der vergangenen Woche unterzeichnet. Dr. Christoph Morgen, von der Kanzlei Brinkmann & Partner in Münster zeigte sich sichtlich zufrieden, dass die Anlagen "en bloc" veräußert wurden und zwar an ein Unternehmen aus der Biogasbranche, das über das entsprechende Knowhow verfüge.

Anlagen in erschreckendem Zustand

Oliver Nacke, Vorstandsvorsitzender der Archea Biogas N.V. sagt: "Wir werden alles Mögliche daran setzen, dass die Anlagen zeitnah wieder betriebsbereit sind. Die Anlagen wurden seinerzeit von uns verfahrenstechnisch geplant und zu Beginn auch gewartet. Wir waren erschrocken, in welchem Zustand die Fondsgesellschaft die Anlagen hinterlassen hat." Möglich wurde der Kauf der neun Biogasanlagen durch die Insolvenz der Fondsgesellschaft BiGa III, die am Mitte Dezember 2012 das Insolvenzverfahren über dessen kompletten Betrieb eröffnet hatte. Für die Fortführung der Anlagen werden zurzeit intensive Gespräche mit den beteiligten Landwirten geführt. Unterschiedliche Betriebsmodelle stehen hier zur Diskussion. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Archea-Anlagen nach einer umfangreichen Instandsetzung gemeinsam mit den Landwirten als gleichberechtigte Partner betrieben werden können", gibt sich Oliver Nacke optimistisch.